Der Ausbau von LTE 4G auf dem Land schneller als gedacht

LTE 4G bringt schnelles Internet

Der LTE 4G Aussbau auf dem Land

Grundsätzlich gilt die Auflage der Bundesnetzagentur als erfüllt, wenn sich in einer Region ein LTE Sendemast befindet, auch wenn dieser noch nicht funkt. Die notwendige Technik ist somit zwar bereits verfügbar, der eigentliche Funkbetrieb wird jedoch unter Umständen erst Wochen oder Monate später aufgenommen.

Grundsätzlich war es zu erwarten, dass der Ausbau des mobilen Internets der vierten Generation auf dem Land sehr viel schneller vonstattengeht als ursprünglich angenommen wurde. Die verschiedenen Anbieter von LTE 4G haben ein berechtigtes Interesse daran, die hohen Investitionen wieder zu refinanzieren, was der LTE Markt in ländlichen Regionen jedoch kaum leisten kann. Aus diesem Grund möchten die verschiedenen Mobilfunkbetreiber und Telefonanbieter möglichst schnell die verschiedenen Großstädte hierzulande an das LTE Netz anschließen. Dieser Wunsch wird mit jeder weiteren erschlossenen ländlichen Region mehr und mehr zur Realität.

LTE ist in immer mehr Großstädten in Deutschland verfügbar

Wie aus verschiedenen Testläufen hervorgehen konnte, sind mit LTE deutlich höhere Geschwindigkeiten als mit dem Vorgänger UMTS möglich. Während der Anwender mit der UMTS Technik mit mageren 7,2 bzw. 14,4 Mbit/s surfen konnte, stehen bei der Nutzung von LTE Datenübertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s zur Verfügung. Aktuell ist die maximale Geschwindigkeit von LTE jedoch auf 50 Mbit/s gedrosselt.
Insbesondere der ländliche Raum in Deutschland wird deutlich vom mobilen Internet der vierten Generation, wie LTE genannt wird, profitieren. Gemäß einer Auflage der Bundesnetzagentur mussten zunächst strukturschwache Regionen hierzulande, die als „weiße Flecken“ bezeichnet wurden, an das LTE Netz angeschlossen werden, ehe mit dem Ausbau des Netzes in Ballungszentren und Großstädten in der Bundesrepublik begonnen werden durfte. Mittlerweile sind in sechs Bundesländern solche weißen Flecken beseitigt, sodass sich beispielsweise in Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen die Bewohner der Großstädte auf den Ausbau des LTE Netzes freuen dürfen. Die Rheinmetropolen Köln und Düsseldorf zum Beispiel können sich bereits über verschiedene LTE Tarife freuen, mit denen hohe Übertragungsgeschwindigkeiten beim mobilen Surfen möglich sind.

Die Preispolitik bei LTE 4G vereinfacht erklärt

Da die Realisierung des LTE Netzes vergleichsweise billig ausgefallen ist und auch die Lizenzen preisgünstig an die verschiedenen Mobilfunkbetreiber vergeben werden konnten, ist zu vermuten, dass die LTE Tarife in naher Zukunft günstiger ausfallen werden als bisher. Jedoch muss der Anwender bei der Nutzung einer LTE Flatrate mit monatlichen Kosten zwischen 20 und 60 Euro rechnen. In dieser Hinsicht sind die LTE Kosten mit denen der verschiedenen UMTS Tarife durchaus zu vergleichen.

Für die Nutzung der verschiedenen LTE Tarife ist spezielle Hardware notwendig. Dies bezieht sich beispielsweise auf einen LTE Router oder einen Surfstick. Der Anwender muss dieser einmaligen Anschaffungskosten somit in das eigene finanzielle Budget einrechnen, wenn er sich für einen der LTE Tarife entscheiden möchte, die von den Mobilfunkbetreibern und Telefonanbietern in Deutschland aktuell angeboten werden.